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Zur Geschichte der Altstadt und des Bürgerkomitees

Die Altstadt der 1234 gegründeten Hansestadt Stralsund ist heute als städtebauliches Kleinod weit über die Landesgrenzen hinaus bekannt. Die niederdeutsche Backsteingotik hat hier mit dem Rathaus und den großen Kirchen Werke von internationaler Geltung geschaffen. Gotisch sind ferner das Katharinen- und das Johanniskloster, viele Bürgerhäuser und die Reste der Stadtmauer. Die folgenden Kulturepochen und Baustile - Renaissance, Barock und Klassizismus - ergänzen wirkungsvoll das historische Stadtbild. Bemerkenswert ist insbesondere die Tatsache, dass die Altstadt ihren mittelalterlichen Grundriss in der Straßenführung und Verteilung der Marktplätze bis in die Gegenwart unverändert bewahrt hat.

Die Geschichte der Hansestadt war nicht immer erfreulich für ihre Bürger. Bis in das 20. Jahrhundert hinein wechselten Zeiten des Friedens, der Blüte und des bescheidenen Wohlstandes mit Belagerungen, Epidemien und immer wieder schrecklichen Zerstörungen. Am Ende des zweiten Weltkrieges, im Oktober 1944 erlitt die Altstadt bei einem Bombenangriff große Schäden. In der DDR-Zeit kümmerte man sich viel zu wenig um die schöne Altstadt. Ihre Bausubstanz verfiel, zahlreiche Gebäude, auch denkmalwürdige, fielen der Spitzhacke und dem Abrissbagger zum Opfer. Die Wende von 1989 aber bedeutete einen Neuanfang.

Am 27.11.1989 bildete sich unter Vorsitz von Prof. Dr. Herbert Ewe die Bürgerinitiative "Rettet die Altstadt Stralsund", die es sich zur Aufgabe machte, die arg vernachlässigte Altstadt der Hansestadt vor dem endgültigen Verfall zu bewahren. Wenig später gründeten Stralsunder und Lübecker Bürger in Lübeck einen Förderverein "Rettet die Altstadt Stralsund zu Lübeck" e.V. Beide Gründungen vereinigten sich am 27.11.1993 unter dem Namen Bürgerkomitee "Rettet die Altstadt Stralsund" e.V..

Unter dem Vorsitz von Prof. Dr. Herbert Ewe (1989 - 1991), Harald Rünger (1991 - 1993), Dr. Dieter Bartels (1993 - 2002), Prof. Dr. Rupert Eilsberger (2002 - 2011) und wieder Dr. Dieter Bartels (ab 2011) hat sich das Bürgerkomitee zu einer Einrichtung entwickelt, die ungeachtet ihres ehrenamtlichen Charakters aus der Wiederaufbau-Geschichte Stralsunds nach der Wende nicht wegzudenken ist. Sie hat ihren Beitrag dazu geleistet, dass Stralsund zusammen mit Wismar heute auf der Welterbeliste der Unesco steht.